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Für Eltern und Kind

 

1. Wann kommen bei meinem Kind denn die Zähne?

 

Es gibt Kinder, die werden mit dem ersten Zahn geboren. In der Regel kommt der erste Zahn jedoch im

6. Lebensmonat  und mit etwa 2 Jahren ist das Milchgebiß vollständig.

 

Aber auch Kinder, die mit 13 Monaten noch keinen Zahn haben, sind nicht krank. Eine Anodontie, das heißt eine Nichtanlage der Zähne, ist absolut selten.

 

Wenn Ihr Kind Zähne bekommt, kann das von hohem Fieber, Durchfällen und Schmerzen begleitet sein. Bei Temperaturen über 38-39° C Grad rektal sollte man zur Differentialdiagnose einen Arzt aufsuchen. Dies gilt auch für stärkeren Durchfall. Lassen Sie sich für Notfälle "Paracetamol 125mg Zäpfchen"(=ben-u-ron oä.) verschreiben. Das hilft gegen Schmerzen und Fieber.

 

Auf die Zahndurchbruchstelle, meist hochrot, können Sie Salbe auftragen. Es gibt z.B. "Dentinox"  Gel. Das hilft einige Stunden.

 

 

2. Wann sollen Sie bei Ihrem Kind das erste Mal mit der ersten Zahnreinigung beginnen?

 

 

Sobald die ersten Zähne in der Mundhöhle erscheinen, auch wenn sie nur mit einer Spitze durchgebrochen sind, sollte die Reinigung erfolgen.

 

Bitte nehmen Sie diese Pflicht zur Reinigung ernst. Karies gibt es auch an Milchzähnen! Mit guter Pflege und vernünftiger Ernährung sollte das verhindert werden.

 

Neuesten Untersuchungen zufolge sind die Milchzähne beim Zahndurchbruch noch nicht fertig mineralisiert. Das bedeutet, sie sind noch gar nicht so hart und widerstandsfähig. Die Mineralisation erfolgt erst aus dem Speichel heraus.

 

Das erklärt auch, warum Milchzähne so leicht ganzflächig braun und kariös werden, obwohl oder gerade weil sie erst gerade durchgebrochen sind. Wenn also nicht penibel gereinigt wird und noch Zuckerlösungen in Nuckelflaschen die Zähnchen angreifen können, haben gerade die erst kürzlich gekommenen Milchzähne schlechtere Chancen als die schon länger im Mund befindlichen. Muttermilch ist ebenfalls extrem süß, daher soll das Stillen auch, wenn die Aufnahme fester Nahrung möglich ist, beendet werden.

 

Natürlich bedeutet eine Reinigung der Mundhöhle genauso, wie jeder therapeutische Eingriff an dieser Stelle, eine "Entweihung" einer Tabu-Zone. Ihr Kind wird sein Mißfallen unter Umständen deutlich und lautstark zur Kenntnis bringen. Lassen Sie sich aber nicht durch die Abwehrhaltung Ihres Kindes von Ihrem Vorhaben abbringen. Versuchen Sie Ihr Kind spielerisch anzuregen.

 

Abends ist die Zahnreinigung besonders wichtig, da in der Nacht die Selbstreinigung durch die Speichelumspülung und die Aktivitäten der Zunge minimal ist.

 

Nehmen Sie eine ganz geringe Menge Zahnpasta, derselben, die Sie auch benutzen oder die dem Alter entsprechende Zahnpasta von "Elmex" auf eine kleine Bürste. Benutzen Sie eine kleine Kinderzahnbürste mit geraden Borsten, mittelhart und evtl. einer interessanten Farbe. Lassen Sie bei der Farbauswahl auch Wünsche Ihres Kleinkindes zu. Jedes Kind greift nach dem, was es interessiert.

 

Mit kreiselnden Bewegungen, so wie Sie es auch bei sich selber machen sollten, und Ausstreichen von Rot nach Weiß, mit wenig Druck, zart, fahren Sie mit der Bürste über die Zahnflächen und evtuell über das Zahnfleisch. Man darf bzw. soll durchaus das Zahnfleisch mit berühren, dies dient der Massage. Machen Sie sich vor allem bewußt, dass ein Zahn nicht nur Flächen der Lippe zugewandt sondern auch Kauflächen und Flächen zungenwärts besitzt.

 

Die Schaumbildung ist nicht so wichtig, Sie sollten eben nicht so viel Zahncreme nehmen, da die Paste von Ihrem Kind noch verschluckt wird. Es reicht, die Bürste eben zu benetzen.

 

Die richtige Zahnbürstenführung können Sie sich von den Fachkräften in unserer Praxis an Hand unseres "Bürstmodells" zeigen lassen.

 

Das Schlucken von Zahnpaste in geringen Mengen ist unproblematisch. Jedoch größere verschluckte Mengen bereiten nicht nur Magenprobleme, sie können auch zu einer Fluorüberdosierung führen.

 

Da gibt es viel zu Kreiseln, mehr als ein ungeduldiger Strampler auszuhalten gewillt ist. Oft müssen sie daher den Kopf Ihres Kindes liebevoll aber entschlossen in Ihre Armbeuge nehmen, um Ihr Werk zu Ende zu bringen.

 

 

 

3. Was können Sie schon Ihrem Säugling anbieten, um ihn auf die spätere Zahnreinigung mit einer Zahnbürste vorzubereiten?

 

 

Für Ihren Säugling gibt es den Nuk-Zahnbürsten-Set, dieser besteht unter anderem aus Gummi-Zahnbürsten, die schon von einem Säugling gern genommen werden, um darauf herumzukauen. Ein sechs Monate altes Kind kann meist schon etwas im Faustgriff halten. Sie können dann Ihrem Kind eine Kinderzahnbürste ohne Zahnpasta zum Bearbeiten geben. Ab dem 2. bis 3. Lebensjahr darf oder sollte ihr Kind auch versuchen selbst zu putzen. Erlauben Sie nur die Verwendung von extrem wenig Zahnpasta. Reinigen Sie abends weiterhin und lassen Sie morgens eher zu, dass ihr Kind selbst reinigt, wenn es das doch gut macht. Irgendwann brauchen Sie nur noch die abendliche Reinigung zu kontrollieren.                                                                                                  

 

 

4. Wie ernähren Sie Ihr Kind "zahngerecht"?

 

 

Lassen Sie Ihr Kind frühzeitig kauen. Man weiß heute, dass Zähne Arbeit brauchen. Dies heißt nicht, dass Ihr Kind nur Körner bekommen darf. Wünschenswert ist, dass Ihr Kind sobald es will, das kann schon mit drei bis sechs Monaten sein, etwas zu knabbern kriegt. Bieten Sie Ihrem Kind immer wieder verschiedene Sachen an, z.B. knapp weichgekochte Möhrenstückchen, Apfelstückchen. oä..

 

Versuchen Sie Ihr Kleinkind nicht nur mit Breien zu ernähren. Lassen Sie sich etwas einfallen. Es gibt auch Kochbücher zur Kleinkind-Ernährung. Verlassen Sie sich nicht nur auf Alete oder Hipp.

 

Vor allem meiden Sie Fertigtees, die sind zu sehr gesüßt. Haben Sie schon 'mal auf den Teefläschchen oder Packungen gelesen, dass diese zahnschädlich sein können? Der Hersteller und geschädigte Eltern wissen, warum das da stehen muss.

 

Machen Sie sich Ihren Tee selber. Nehmen Sie z.B. auf eine ca. 1,25 l Kanne 2 Glasportionen-Teebeutel Fenchel- und 2 Glasportionen-Teebeutel Pfefferminztee. Der Tee ist dann nicht so stark, dass er nicht für einen Erwachsenen trinkbar wäre. Dann kann er auch von Ihrem Kind ohne Zucker getrunken werden. Seien Sie experimentierfreudig. Ihr Kind zeigt Ihnen meistens deutlich, was es mag, und was nicht.

 

 

5. Was können Sie sonst noch gegen Karies tun?

 

 

Die Bundesrepublik ist bis auf wenige Ausnahmen ein Gebiet mit einer äußerst geringen Konzentration an Fluor im Trinkwasser. Wenn Sie jodiertes und fluoridiertes Speisesalz verwenden, ist das sinnvoll.

 

Sie sollten dann eine geringer fluorhaltige Zahnpasta verwenden, z.B. Elmex-Kinderzahnpasta, da man aus jüngsten Erhebungen weis, dass verschluckte Zahnpasta mit dem Fluor aus Salzen und Tabletten zu einer Überdosierung führen kann.

Tablettenfluoridierung wird gar nicht mehr empfohlen und lokales Einbürsten von stärkeren Fluoridgelen ist äußerst selten notwendig oder empfehlenswert.

 

 

   6. Was bedeutet es, wenn die neuen oder die Milchzähne

schief durchgebrochen sind?

 

 

Häufig kommen Eltern mit Ihrem Kind aufgeschreckt in die Praxis, die Milchzähne sind "ganz schief".

 

Hierzu muss man wissen, zunächst kommen die Zähne meist recht schief durch die Schleimhaut. Aber in der Folge wird durch den Druck von den Lippen und der jeweiligen Wange diese Fehlstellung eines einzelnen Zahnes meist korrigiert.

 

Anders ist es mit Kieferfehlstellungen, dass der Unterkiefer oder der Oberkiefer extrem vor den anderen beißt oä.. Hier bahnt sich doch die Notwendigkeit einer kieferorthopädischen Behandlung an. Im Milchzahngebiß wird allerdings ein kieferorthopädische Behandlung nur in Extremfällen durchgeführt. Die kieferorthopädische Behandlung des bleibenden Gebisses beginnt in der Regel etwa mit dem 10. Lebensjahr.

 

Vermeiden Sie, dass bei Ihrem Kind eine kieferorthopädische Behandlung nötig wird. Lassen Sie Ihr Kind nicht länger als bis zum dritten Lebensjahr einen "Nukkel" benutzen. Machen Sie mit Ihrem Kind Spiele, um ihm das Nukkeln abzugewöhnen. Kaufen Sie den altersgerechten "Nukkel", lesen Sie die Aufschrift der Packung.

 

 

7. Wie bekomme ich mein Kind zum Zahnarzt?

 

 Nehmen Sie Ihr Kind mit, wenn Sie auch zu einem Besuch, einer Kontrolle oder einer Behandlung gehen. Machen Sie aus dem Besuch kein Geheimnis. Sie können Ihr Kind im Kinderwagen in einer Transportliege o.ä. mitbringen, so wie es passt. Oft spielen die Kinder in der Wartezeit im Wartezimmer und kommen mit der Mutter oder dem Vater in das Behandlungszimmer. Wenn die Eltern fertig sind, ist vielleicht Gelegenheit auch bei Ihrem Kind auf den ersten Zahn zu sehen oder Ihnen ein paar Tipps zu geben.

 

Ihr Kind soll/kann ab dem ersten Zahn und auch davor zu seiner Zahnärztin/seinem Zahnarzt des Vertrauens kommen. Nach einigen Besuchen sind die Kinder oft viel "cooler" als die Eltern...

 

8. Mein Kind hat aber so große Angst!

 

"Mein Kind hat große Angst!", ist eine häufige Bemerkung der Eltern, die uns mit Ihrem Kind besuchen.

 

Verwechseln SIe da bitte nicht normales "Fremdeln" mit Angst. Natürlich soll ein Kind nicht mit jedem wildfremden Menschen mitgehen und womöglich den Eltern davonlaufen. Die Eltern sind sein Schutz vor den allgemeinen Gefahren der Welt.

Wenn Sie aber mit dem Kind in der Praxis sind müssen Sie genauso, wie bei einem Kindergarten- oder Kinderkrippenaufenthalt loslassen. Sie müssen die Arme, die Sie um Ihr Kind geschlossen halten, öffnen und Ihr Kind soll selber der Zahnärztin/dem Zahnarzt die Hand geben und sich entweder alleine oder mit Hilfe auf den Behandlungsstuhl setzen.

Ihr Platz ist auf dem Besucherstuhl. Das Kind ist die Patientin/der Patient. Das Kind willigt selbst in die Bahandlung und/oder Untersuchung ein. Kinder sind neugierig. Sie freuen sich, wenn Ihnen etwas erklärt wird und was man kennt oder was erklärt wird davor hat man keine echte Angst.

Bedenken sind völlig normal. Kinder sind daher bei der ersten Sitzung oft nicht geneigt, irgendetwas an ihren Zähnen machen zu lassen. Das macht überhaupt nichts. Man kann Ihrem Kind diese Freiheit zugestehen.


In der zweiten Sitzung kann das Verhalten Ihres Kindes völlig anders sein. Es gibt fast kein Kind, dass sich nicht irgendwie an seine Frau Doktor oder den Herrn Doktor gewöhnt. Zumal im Umgang mit Kindern besondere Rücksicht genommen wird.

 

Versuchen Sie, Ihrem Kind gar nicht soo viel vorher zu erzählen. Vertrauen Sie darauf, dass wir genauso, wie die Fachkräfte im Kindergarten oder der Schule mit Kindern umgehen können.

 Wenn Ihr Kind sensibel und empfindlich ist, wird darauf die größtmögliche Rücksicht genommen.

 

Ein Arzt- bzw. Zahnarztbesuch ist eine Selbstverständlichkeit. Man sollte dem nicht zu viel Beachtung schenken. Der Arzt möchte stets das Beste für seinen Patienten. Dies müssen sie sich und Ihrem Kind klarmachen.

 

9. Mein Kind hat Zahnschmerzen

 

Natürlich ist es belastend für die Kinder, die bereits mit Schmerzen kommen, diese stehen unter einem ganz anderen Druck und haben dazu oft schlecht geschlafen oder sind hungrig und durstig. Gut ist es daher, vorher mit dem Kind geübt zu haben, vor dem Entstehen solch einer Situation die Frau Doktor, den Herrn Doktor zu kennen.

Sollte Ihnen das nicht möglich gewesen sein, dann gehen Sie trotzdem genau wie bei jedem normalen Besuch vor, halten Sie sich im Hintergrund und vertrauen Sie auf die Zahnärztin/den Zahnarzt.

Dass Ihr Kind nicht die beste Laune hat und schwer zugänglich ist, müssen Sie und wir in Kauf nehmen. Ihr Kind wird von uns liebevoll versorgt und wir können erstaunlich viel tun ohne ihm wirklich weh zu tun.

 

 

10. Mein Kind hat seine Füllung so schnell verloren

 

Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Kind die eben gelegten Füllungen auch schon 'mal verliert. Das liegt nicht nur an den schlechten Arbeitsbedingungen, sondern auch an der Tatsache, dass die Zähne stärker wandern, der Kiefer wächst. Zusätzlich haben Milchzähne eine andere Kristallstruktur, auf der Composites (Kunststoffe) schlechter haften oder kleben.

Bitte versuchen Sie generell gewisse Süßigkeiten, die jedem als "Plombenzieher" bekannt sind, zu meiden. Kekse, Schokolade in guter Qualität und Kuchen sind schon süß genug, um Ihrem Kind das Glücksgefühl einer Süßigkeit zu geben.

 

Kinder sind unsere Sonnenscheine, unser Glück und unsere Zukunft.... Meistens jedenfalls...   ;-)

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